Bürgerverein Eversburg e.V.
Veröffentlichungen
Chronik Eversburg Dieses Buch wurde im September 2004 veröffentlicht ist ausverkauft.
Bildband Eversburg Der Bildband kam im Juli 2006 auf den Markt und ist für 24,80 €  bei den Vorstandsmitgliedern erhältlich
Chronik Eversburg - Wie kam es zu diesem Buch? Im Piesberger Gesellschaftshaus, das einst Mittelpunkt regionaler Freizeitgestaltung war und mittlerweile bekannt geworden ist als Ort besonderer regionaler und überregionaler kultureller Veranstaltun­gen und Förderungen, entstand im Jahre 2002 die Idee, sich einmal mit den Menschen vor Ort zu beschäftigen und mit älteren Eversburgerinnen und Eversburgern darüber zu plaudern, wie sie die früheren Zeiten in Eversburg erlebt haben. In einer Runde von 8 bis 12 älteren Mitbürgern traf man sich des Öfteren in den Räumen des Piesberger Gesellschaftshauses und tauschte intensiv die erlebten Erinnerungen aus. Natürlich hatten wir eine Struktur der Gespräche vorbereitet, aber nach kurzer Zeit hieß es dann nur noch: „Weißt du noch?" - und unser roter Faden war gerissen. Bald war man so angeregt, dass immer mehr interessante Themen zur Sprache kamen. Allerdings waren sie auch so vielfältig, dass es sehr schwer werden würde, wie sich herausstellte, sie in eine Ordnung zu bringen, um sie so auch späteren Generationen noch in angemessener Form überliefern zu können. Deshalb haben sich der Bürgerverein Eversburg e.V. und der Kulturverein Piesberger Gesellschaftshaus e.V.  kurzerhand entschlossen, nach professioneller Hilfe zu suchen, um die Entwicklung Eversburgs und die Erinnerungen in einem Buch zu präsentieren. Insbesondere die Finanzierung und die nötigen Vorarbeiten stellten sich im Nachhinein als außerordentlich umfangreich und schwierig heraus, doch am 1. Juli 2003 war es dann endlich soweit, dass die eigentliche Arbeit beginnen konnte. Einer der beiden Wissenschaftler, die für diese Aufgabe gewonnen werden konnten, Herr Folkert Klaaßen, kümmerte sich um die Informationen aus der Literatur und den historischen Urkunden, die Eversburg betreffen und steuerte den Beitrag zum Bürgerverein bei. Er konnte sich dabei auf Quellen stützen, die sich im Niedersächsischen Staatsarchiv in Osnabrück befinden. Parallel dazu führte der zweite Wissenschaftler, Herr Dr. Bernd Thober, Interviews mit älteren Eversburgerinnen und Eversburgern, mit Firmen - und Kirchenvertretern sowie mit Vereinen und Schulen durch. Die Ergebnisse wurden dem Vorsitzenden des Bürgervereins Eversburg, Herr Friedhelm Groß,  und der Geschäftsführerin des Piesberger Gesellschaftshauses, Imke Wedemeyer, wöchentlich vorgestellt und das weitere Vorgehen koordiniert. Es stellte sich schnell heraus, dass die Erfahrungen der beiden Mitarbeiter mit den Eversburgern sehr anregend waren. Diejenigen, die angesprochen wurden, aber nicht am ursprünglichen Gesprächskreis teilgenommen hatten, waren zwar anfangs sehr überrascht, als sie von unserem Projekt erfuhren, doch schon bald kamen erste unver­langte Informationen, Zeitungsausschnitte und alte Fotografien. Mund-zu-Mund-Propaganda hatte das Projekt schnell bekannt gemacht, immer neue Gesprächspartner boten sich an und es wur­den immer mehr Bilder zur Verfügung gestellt. Es sind so viele gewor­den, dass leider nicht alle in diesem Buch veröffentlicht werden konnten. Mit diesem Buch möchten wir einen Einblick in die Vergangenheit Eversburgs geben, wie sie durch die Arbeit während des halben Jahres rekonstruiert werden konnte, das für die Sammlung der Informatio­nen zur Verfügung stand. In dem zweiten halben Jahr sind diese Informationen zu Papier gebracht worden, und wir denken, damit einen Rahmen geschaffen zu haben, aus dem sich weitere Erinnerungen und Themen ergeben. Diese können vielleicht, auch daran wird bereits gedacht, in einer späteren Publikation oder Neuauflage Eingang finden. Bildband Eversburg Anlass für diesen Bildband ist die im Jahr 2004 vom Bürgerverein des Stadtteils herausgegebene „Chronik Eversburg". Sie hat großen Anklang gefunden, und schon nach drei Monaten musste ein zweiter Druck aufgelegt werden. Anlässlich jenes Projekts hat sich über die Zeitzeugen ein Kon­takt zu vielen Eversburgerinnen und Eversburgern ergeben, und immer mehr Dokumente und Fotos aus alter Zeit waren aufgetaucht. Längst nicht alle hatten in der Chronik ihren Platz finden können, und so beschloss der Bürgerverein Eversburg, ein weiteres Buch, einen Bildband, herauszugeben. Während in der „Chronik Eversburg" im ersten Teil die Geschichte Eversburgs aufgearbeitet worden war und im zweiten Teil Eversburg aus der Sicht von Zeitzeugen geschildert wurde, stehen in diesem neuen Buch die Präsentation und der Kommentar der Abbildungen im Vordergrund, die diese Geschichte bezeugen. Der rote Faden, der den Aufbau der Chronik bestimmte, führt auch durch den Bildband. In ihm findet der Interessierte Bilder und Erläuterung über die geschichtliche Entwicklung des Stadtteils, über die Religionsgemeinschaften in Eversburg und über die Schulen, Vereine und Lokale. Beim Durchblättern und Studieren des Bandes wird man sicher bald feststellen, wie sehr sich das Gesicht Eversburgs gerade in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Noch vor dreißig Jahren gab es in unserem Stadtteil zum Beispiel sehr viel mehr kleine Geschäfte und Gewerbetreibende als heute - eine Fülle von Werkstätten und Tante-Emma-Läden - und sie prägten den Charakter des Stadtteils, den Eindruck, den man von ihm hatte - nachhaltig. Durch die Entstehung von Großmärkten Ende der Siebziger-, Anfang der Achtzigerjahre boten solche Betriebe keine Überlebungschance mehr oder es fanden sich keine Nachfolger, die ein kleines Geschäft weiterführen wollten. Die Veränderungen haben ihre Spuren hinterlassen. Wo früher ein Kolonialwarenladen war, bieten heute eine Bank, ein Lieferservice oder eine Spielhalle ihre Dienste an. Und die Infrastruktur - auch ihre Ausgestaltung beeinflusst erheblich den Eindruck, den ein Stadtteil vermittelt - war vor dreißig Jahren noch eher so, wie sie sich in den Jahrzehnten davor sehr allmählich entwickelt hatte. Die Wersener Straße zum Beispiel war in den Siebzigerjahren recht schmal und durch Wassergräben begrenzt, und wo beute die Pagenstecherstraße auf den Eversburger Platz mündet, pflegten in den Fünfzigerjahren die Eversburger noch ihre Schrebergärten. Doch wer kann sich heute wirklich noch daran erinnern? Dieses Buch möchte helfen, solche und andere Erinnerungen wieder hervorzurufen, aber auch jüngeren Eversburgerinnen und Eversburgern die Gelegenheit bieten, sich ein Bild von den früheren Zeiten des Stadtteils zu machen, in dem sie heute leben. Die Finanzierung dieses Projektes war nicht leicht. Doch die beiden Autoren der „Chronik Eversburg", Folkert Klaaßen und Dr. Bernd Thober, waren schnell und gerne wieder bereit an dem neuen Band mitzuarbeiten, und auch die Geschäftsfüh­rerin des Piesberger Gesellschaftshauses, Iinke Wedemeyer, trug ihren Teil dazu bei, indem sie dort erneut einen Arbeits­platz für das Projekt zur Verfügung stellte. Wenn auch von der Arbeit an der Chronik schon recht viele Bilder zur Verfügung standen, waren doch noch einige Recherchen und Gespräche erforderlich, um einen umfassenderen Eindruck von dem Stadtteil, wie er früher war, vermitteln zu können. Insbesondere die Aufarbeitung und Rekonstruktion der Entwicklung der Eversburger Geschäfte erforderten noch einigen Aufwand, dem sich vor allem Friedhelm Groß unterwarf. Jeder, der bei der Suche nach Material und Information angesprochen wurde, begeisterte sich sofort für die Idee, einen Bildband zu erstellen und stellte uns sein Material - mitunter nach aufwändigen eigenen Recherchen - zur Verfügung. Im Anhang ist eine Geschichte abgedruckt, die Pastor Grußendorf in Plattdeutsch verfasst hat. Es agiert dort eine Person, die tatsächlich in Eversburg gelebt hat. Wir hoffen, dass wir mit diesem Buch nicht nur möglichst viele Eversburgerinnen und Eversburger ansprechen, sondern auch alle anderen, die sich mit dem Stadtteil verbunden fühlen.